Hallo und guten Tag!

 

Heute möchten wir Ihnen einmal von unseren Erfolgen berichten. Denn die Bürger AG hat die ersten Beteiligungen abgeschlossen und damit auch die ersten Höfe in unserer Region effektiv unterstützt.

 

So konnten wir 50.000,00 € beim Bau eines Sozialgebäudes des Biolandbetriebs Ackerlei in Bruchköbel investieren. 100.000,00 € gingen an den Demeter Betrieb “Die Fleckenbühler“, um deren Biobäckerei in Frankfurt Niederrad beim Umbau zu unterstützen. Eine Summe über 30.000,00 € wurde für den Bau einer Rundbogenhalle am Demeterhof Stedebach in der Nähe von Weimar/Lahn investiert.

 

Weitere 75.000,00 € sind für zwei Projekte am Dottenfelderhof in Bad Vilbel reserviert und 25.000,00 € für einen mobilen Hühnerstall in Nidderau. So konnten wir bis auf eine kleine Summe, zu der wir derzeit noch Gespräche führen, die gesamten Anlagegelder der ersten öffentlichen Finanzierungsrunde aus 2014 in Bauernhöfe unserer Region investieren. Zu erwähnen ist noch, dass nach Abschluss aller Maßnahmen, 105 % des Nettozuflusses an Aktienkapital in die Projekte investiert haben. Wer sich mit Fondsanlagen beschäftigt, weiß, dass dies eine außerordentlich hohe Quote darstellt. Weitere Informationen zu allen Projekten finden Sie auf unserer Internetseite.

 

Der nächste Schritt wird eine weitere Kapitalerhöhung in diesem Jahr sein, um noch mehr Bürgern unserer Region die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort, transparent und nachhaltig zu engagieren und weiteren Höfen bei der Sicherung ihrer – für die Gesellschaft so wichtigen – Aufgabe der regionalen Ernährung zu unterstützen.

Ihr Joerg Weber

 

Vorstand und Mitgründer der Bürger AG
(http://buerger-ag-frm.de/)

 


 

Ehrenamtliche Unterstützung für Vorstandsarbeit gesucht!

 

Für den weiteren Aufbau unserer Gesellschaft, aber auch zur Entlastung des Vorstands, suchen wir tatkräftige ehrenamtliche Unterstützung. Auch bei weiteren Aufgaben darüber hinaus, benötigen wir tatkräftige Hilfe.

Menschen mit Interesse an unserem Vorhaben, gerne mit Erfahrungen in Organisation, Marketing, Recherche und Administration bitten wir uns in einer kurzen Mail an j.weber@buerger-ag-frm.de zu schreiben. Uns interessiert, wer Sie sind, welche Qualifikationen und Erfahrungen Sie einbringen oder welche Hilfe Sie anbieten können, wie viel Zeit Sie für eine Mitarbeit haben – wir nehmen dann gern Kontakt zu Ihnen auf, um Sie persönlich kennen zu lernen!

 


 

Vorschau / was kommt

 

Die exklusive Raritätenverkostung mit Andreas Schneider am Samstag, 16.05.2015 um 17 Uhr auf dem „Obsthof am Steinberg“ – Treffpunkt: Pagode vor der Schoppenwirtschaft

 

Große Jubiläumsprobe Exklusiv!
Schneiders Apfelwein Retroperspektive

 

Es erwartet Sie ein Kaleidoskop gereifter Apfelaromen!

 

Obsthof am Steinberg feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen! Den Einstieg in die Festlichkeiten bildet die Große Jubiläumsprobe mit 16 ganz besonderen Jahrgangsapfelweinen aus den Jahren 1997 bis 2014.

 

Ihr kommt in den einmaligen Genuss, die Highlights aus 22 gelebten Schneider-Jahrgängen zu verkosten – bei schönem Wetter ganz lauschig im Apfelgarten, ansonsten im Zelt hinter der Schoppenwirtschaft.

 

Am 21. Juni 2015 ab 10 Uhr lädt Sie herzlich die Hofgemeinschaft vom Dottenfelderhof zu einem Hoffest mit vielen Informationen rund um biologisch-dynamische Landwirtschaft ein!

Mit Führungen zu den Tieren und Bereichen des Hofes, Schlepperfahrten, offenem Backhaus, Käsemachen. Köstlichkeiten aus den Dottenfelder Küchen, Kinderprogramm, Zirkus, Bogenschießen.

Interessante ökologische Initiativen aus dem RheinMainGebiet stellen sich vor und befreundete Betriebe bieten hochwertige Produkte an.

Erlebnisinseln laden zum kreativen Gestalten und zum Sinneserleben ein.

Gewürzt wird unser Hoffestprogramm mit Theater und Musik rund um den Innenhof.

Veranstalter:

Landbauschule Dottenfelderhof e.V.

Dottenfelderhof
61118 Bad Vilbel

lbs@dottenfelderhof.de

 


 

 

Interview mit AbL

Liebe Leserinnen und Leser, in dieser Rubrik stellen wir Ihnen Bauernhöfe und Bioläden aus der Region, oder auch Verbände vor. Heute mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Kurzbeschreibung

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Hessen vertritt die Interessen der kleinen und mittelständischen Bäuerinnen und Bauern in Hessen, unabhängig davon, ob sie ökologisch oder konventionell wirtschaften. Sie ist der Landesverband des bundesweiten Vereins AbL e.V. Die AbL hat das Ziel, die Landwirtschaft sowohl gerechter als auch umweltverträglicher zu gestalten, um das Verschwinden kleiner Betriebe zu stoppen, die Umwelt zu bewahren, das Klima zu schonen und die ländlichen Gebiete lebendig zu halten, u.a. durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die AbL kämpft gegen die Abhängigkeit der Landwirtschaft von Agrarkonzernen in den Bereichen Saatgut, Düngemittel, Pestizide und für politische Rahmenbedingungen zum Schutz der bäuerlichen Betriebe. Jeden Monat erscheint die „Unabhängige Bauernstimme“ als Zeitung von BäuerInnen für BäuerInnen. In einem Interview möchten wir Ihnen diese Arbeit näher bringen.

Die AbL ist auch eine der Mitorganisatorinnen der jährlichen Demo „Wir haben es satt“, die in Berlin stattfindet.

Bürger AG:

Warum gehört Ihrer Ansicht nach der bäuerlichen Landwirtschaft die Zukunft?

 

AbL:

Jeder Mensch muss essen und möchte in einer intakten Umwelt leben. Die Landwirtschaft wirkt in vielen Lebensbereichen, von der Ernährung über Landschaftsgestaltung bis hin zum Erhalt des ländlichen Raumes. Im Gegensatz zur industriellen Landwirtschaft leisten kleinstrukturierte, vielfältige bäuerliche Betriebe einen großen gesellschaftlichen Beitrag. Die Probleme für Umwelt und Gesundheit, die durch eine intensive ölbasierte Landwirtschaft entstehen, kann sich die Gesellschaft auf Dauer nicht leisten.

 

Bürger AG:  

Von Kritikern der ökologischen Landwirtschaft wird beanstandet, dass mit dieser Art der Bewirtschaftung im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft ein höherer Ressourcen-, insbesondere Flächenverbrauch, einhergeht. Was ist dem entgegenzusetzen?

AbL:

Die Landwirtschaft muss sich an den regionalen Gegebenheiten orientieren. Die aktuelle Intensität konventioneller Landwirtschaft in Deutschland beruht zumeist auf fossilen Energieträgern und importierten Dünge- und Futtermitteln aus Übersee. Damit wird der Landwirtschaft in anderen Teilen der Welt die Wirtschaftsgrundlage entzogen. Dabei ist die ökologische Landwirtschaft im globalen Süden oft ertragreicher.

 

Bürger AG: 

Die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst und führt dazu, dass immer mehr solcher Produkte aus dem Ausland importiert werden. Wirklich nachhaltig ist dies nicht. Was müsste aus Sicht der AbL getan werden, um dem entgegenzuwirken und den Verbrauchern mehr regionale Ware anzubieten?

 

Abl:

Es ist sehr verständlich, dass immer mehr Menschen regionale Lebensmittel gegenüber importierten Biolebensmitteln bevorzugen. Die bäuerlichen, konventionell wirtschaftenden Betriebe, die zum Teil schon eine gute Direktvermarktung haben, sind auch potentielle Umstellungsbetriebe. Um das Angebot an regionalen Bio-Produkten zukünftig zu erhöhen ist es daher für die Zukunft wichtig, möglichst viele bäuerliche Betriebe zu erhalten.

 

Das ganze Interview finden Sie hier!

 


Allgemeines

 

Wollen Sie sich für ein nachhaltiges FrankfurtRheinMain positionieren?

Das N3 – Forum nachhaltiges FrankfurtRheinMain sammelt unter dem Thema Gesellschaft Stimmen für ein Positionspapier, welches wir am 2. Juli 2015 zur Diskussion stellen werden, um gemeinsam den Weg zu einer nachhaltigen Region zu gestalten. Alle können Position beziehen: für nachhaltigen Konsum, für den Schutz unserer Böden, für mehr Wissensaustausch und Beteiligungskultur – für Verantwortung in der Wirtschaft, der Gesellschaft und den Institutionen. Kurzum: für eine nachhaltige Entwicklung unserer Region.

Das N3-Team freut sich, wenn möglichst viele Stimmen zusammenkommen. 

Eintragen, weiterleiten und gemeinsam Engagement zeigen!