Hallo und guten Tag!

 

IMG_0568Der Naturlandbauer Rainer Vogel vom Hof Buchwald, einer unserer Partnerhöfe aus der Wetterau, kommentierte kürzlich das trockenste Frühjahr in der Wetterau seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Er sagte: „Je mehr Wetterextreme wir erleben, umso mehr müssen wir auf unsere Böden achten“. Doch nicht nur das Frühjahr war eine Herausforderung für unsere regionalen Landwirte, auch das Wetter des heißen Juli und August kann man schon an der Güte der Ernte erkennen. Je nach Bodenqualität und Bodenverdichtung, die sehr unterschiedlich in unserer Region sein kann, variieren die Erträge von gut durchschnittlich bis zum Totalausfall. Daher ist eine ausgeklügelte Fruchtfolge und der Einsatz von bodenschonender Technik sehr wichtig. So kann Humus aufgebaut und den Pflanzen die Chance gegeben werden, auch aus tieferen Schichten des Bodens Wasserreserven zu erreichen.

 

„Diese extremen Wetterbedingungen, wie wir sie derzeit erleben, fordern jeden Landwirt heraus, den Boden als Wasser- und Kohlendioxidspeicher stärker in den Fokus zu rücken“, sagt auch Christoph Förster, Naturland Landesvorsitzender in Hessen und Betriebsleiter auf dem Gut Marienborn in Büdingen. Eine sechs- bis siebenjährige Fruchtfolge, wie im Öko-Landbau üblich, hilft dabei, den Auswirkungen solcher Wetterextreme gegenzusteuern: durch Humusaufbau, höhere Bodenfruchtbarkeit und eine verbesserte Bodenstruktur. Pflanzen mit unterschiedlicher Wurzeltiefe sowie Regenwürmer lockern den Boden, sodass Wasser besser eindringen kann und auch länger gehalten wird.

Um diese Art der Bodenbewirtschaftung zu forcieren, bedarf es der vermehrten Umstellung von Bauernhöfen in Bio-Bauernhöfe. Hierzu hat die hessische Landesregierung eine Reihe von Förderprogrammen aufgelegt. Der Kreis Wetterau, vor den Toren Frankfurts, ein Gebiet in sogenannter „Gunstlage“ (also mit sehr guten Böden), wurde als eine von drei Modellregionen in Hessen ausgewählt und wird nun in den nächsten zwei bis drei Jahren durch unterschiedliche Aktionen und Projekte darauf aufmerksam machen und für eine Umstellung werben.

Aber hier kommen insbesondere auch wir, die Verbraucherinnen und Verbraucher, ins Spiel. Denn das, was wir beim Einkauf einfordern, führt zu Veränderungen in der Landwirtschaft und wenn wir regionale Bioprodukte kaufen (statt im Supermarkt Bio aus fernen Ländern), sehen auch konventionell arbeitende Bauern hier neue Chancen und sind eher gewillt, ihre Bewirtschaftung auf Bio umzustellen.

Neben der Sorge um den Boden, beschäftigt uns aber auch die Sorge um das Wasser. Deshalb thematisiert die Bürger AG in ihrer jährlichen Herbstveranstaltung am Dottenfelderhof, am 19. November 2015 um 20.00 Uhr, das Thema „Wasser“ als Schwerpunktthema.

 

Ihr Joerg Weber

 

Vorstand und Mitgründer der Bürger AG
(http://buerger-ag-frm.de/)

 


 

Aktuelles von der Bürger AG

 

    • Jährliche Hauptversammlung

 

Im Juli hatten wir unsere jährliche Hauptversammlung (HV). Hierzu konnten wir über 50 Aktionäre der Bürger AG begrüßen. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Inhalten einer HV, wie dem Bericht zum vergangenen Jahr, der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, oder der Gewinn-/Verlustverwendung, konnten wir auch die künftige Entwicklung der Bürger AG diskutieren. Hier wurde vor allem klar, dass die Aktionäre ein organisches Wachstum unserer Gesellschaft wünschen, also weitere Kapitalerhöhungen, um den Bedürfnissen der Bio Land- und Ernährungswirtschaft in unserer Region entgegen zu kommen. Auch Kooperationen, die diesem Ziel dienen sind wünschenswert.

Das Protokoll der HV finden Sie hier.

    • Regionalkarte

 

Die lange von uns vorbereitete Regionalkarte, als Möglichkeit der Aktionäre günstiger in einigen Bioläden einzukaufen, nimmt Gestalt an. Nachdem wir verschiedene technische Herausforderungen lösen konnten, sind wir auf der Zielgeraden und hoffen, Ihnen die Karte noch im Herbst zur Verfügung zu stellen. Nähere Infos erhalten Sie in einem der nächsten Newsletter.


 

Vorschau / was kommt

 

http://www.karmakonsum.de/wp-content/uploads/2015/09/KG_Flyermotiv2015_500px.jpgZu zwei Veranstaltungen, die im Rahmen der Klimagourmetwoche stattfinden, möchten wir Sie einladen.

 

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Bio-Brot-Box in Frankfurt am Main, veranstaltet das Umweltforum Rhein-Main (UFO) gemeinsam mit der Bürger AG für nachhaltiges Wirtschaften FrankfurtRheinMain zwei Podiumsdiskussionen. Hierbei geht es um gesundes Schulessen und die regionale Bio-Warenverfügbarkeit in der Rhein-Main-Region. Es diskutieren Bäuerinnen und Bauern, Politiker, Caterer und Händler.

 

Seit zehn Jahren organisiert das Umweltforum Rhein-Main mit seinen Mitgliedsunternehmen nun schon die Bio-Brot-Box in Frankfurt am Main. Mittlerweile 7.400 Bio-Brot-Boxen zu packen ist immer wieder eine herausfordernde Aufgabe. Alle Frankfurter Schulanfänger erhalten dann zum Schulbeginn eine dieser Bio-Brot-Boxen, alle gefüllt mit einem Bio-Brötchen, einer regionalen Karotte, einem Aufstrich und weiteren Zutaten. Um dieses Thema dreht sich eine der zwei Podiumsdiskussionen am Dienstag, den 15. September 2015.

 

In einer zweiten Diskussionsrunde soll geklärt werden, ob sich die Region ausreichend durch regionale Produkte versorgen kann oder ob dies auf absehbare Zeit nur ein Wunsch bleibt. Zu dieser Frage soll die Runde Auskunft geben.

 

Wann? 15. September 2015, von 15.00 – 18.00 Uhr
Wo? „Markt im Hof“ in der Wallstr. 9-13 in Sachsenhausen

 


Am Freitag, 18. September 2015, ab 19.30 Uhr präsentiert Reflecta einen Film von Valentin Thurm:

 

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf ca. 10 Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Der aufregende und sehr interessante Dokumentar-Film soll Lösungen aufzeigen.

Anschliessend findet eine Gesprächsrunde mit Valentin Thurn (Regisseur), Joerg Weber (Bürger AG), Anna-Mara Schön (ShoutOutLoud) und Daniela Mahr (Reflects Filmfestival, Green City Guide) statt.

Der Veranstaltungsort  für beide Veranstaltungen ist der „Markt im Hof“ in der Wallstrasse 9-13 in Sachsenhausen.

 


 

Blick in die Region

 

Liebe Leserinnen und Leser, in dieser Rubrik stellen wir Ihnen Bauernhöfe und Bioläden aus der Region, oder auch Verbände vor. Heute der Dottenfelderhof.

Demeter Produkte vom Dottenfelderhof

Der Dottenfelderhof liegt ca. 12 km nördlich vom Frankfurter Hauptbahnhof, am Rande der fruchtbaren Wetterau, in einer Niddaschleife zwischen Bad Vilbel und Dortelweil.

Der Dottenfelderhof existiert seit über 1.000 Jahren. Seit 1968 wird er durch eine Betriebsgemeinschaft biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die Betriebsfläche umfasst derzeit ca. 200 ha.

Eine Herde von 80 Milchkühen nebst Nachzucht liefert die Milch, die in der Hofkäserei zu Käse und Molkereiprodukten weiterverarbeitet wird. Das Getreide wird in der eigenen Mühle gemahlen und in der Holzofenbäckerei zu Brot, Back- und feinen Konditorwaren verbacken. (weiterlesen)

 


 

Ehrenamtliche Unterstützung für Vorstandsarbeit gesucht!

 


Noch einmal möchten wir den folgenden Aufruf starten: Für den weiteren Aufbau unserer Gesellschaft, aber auch zur Entlastung des Vorstands suchen wir tatkräftige ehrenamtliche Unterstützung. Auch bei weiteren Aufgaben darüber hinaus, benötigen wir noch tatkräftige Hilfe.

 

Menschen mit Interesse an unserem Vorhaben, gerne mit Erfahrungen in Organisation, Marketing, Recherche und Administration bitten wir uns in einer kurzen Mail an j.weber@buerger-ag-frm.de zu schreiben. Uns interessiert, wer Sie sind, welche Qualifikationen und Erfahrungen Sie einbringen oder welche Hilfe Sie anbieten können, wie viel Zeit Sie für eine Mitarbeit haben – wir nehmen dann gern Kontakt zu Ihnen auf, um Sie persönlich kennen zu lernen!

 

Ihr Team der Bürger AG