Dottenfelderhof_Vortrag

Newsletter Januar / Februar 2016

Hallo und guten Tag!

Eine der größten Initiativen, um mehr Bauernhöfe auf Biolandwirtschaft umzustellen und auch die Vermarktungswege zu verbessern, ist der von der Landesregierung initiierte Ökoaktionsplan. Hierbei wurden drei Modellregionen ausgewiesen, eine davon die vor den Toren Frankfurts liegende Wetterau. In Friedberg fand hierzu am 16.02.2016 ein Workshop statt, an dem fast 120 interessierte Personen, davon viele Bauern (bio und konventionell), Produzenten, Verarbeiter und Händler, teilnahmen.

Auch die Bürger AG, bzw. ihr Vorstand arbeitet hier unterstützend mit und gehört im Auftrag des regionalen  Bio Großhändlers Phönix  dem Lenkungsausschuss der Modellregion Wetterau an. Hier werden in Abstimmung mit den Arbeitsgruppen die Projekte festgelegt, die zur Umsetzung kommen sollen. Wichtig bei allem sind aber natürlich die Verbraucherinnen und Verbraucher, denn ohne deren Kaufentscheidung für regionale und saisonale Produkte funktioniert die beste Modellregion nicht.

Bio ist nicht Bio und Import Bio beim Discounter hilft weder der Umwelt noch den hier arbeitenden Biobauern. Wer wirklich etwas für die Region und damit sein eigenes Umfeld tun will, wer hier Arbeitsplätze erhalten und die Regionalwirtschaft fördern möchte, sollte seine Biowaren in den Hofläden der Bauernhöfe, auf Märkten und in den Inhabergeführten Bioläden einkaufen. Und in Aktien der Bürger AG investieren, die damit die regionale Bio-Landwirtschaft finanziert.

Ihr Joerg Weber
Vorstand und Mitgründer der Bürger AG


Aktuelles von der Bürger AG

  • Kapitalerhöhung beschlossen!

Am 29.01.2016 fand unsere geplante außerordentliche Hauptversammlung statt. Hier wurde mit Mehrheit eine von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Kapitalerhöhung beschlossen. Wir geben 426 neue Aktien zum Nennwert von 500,00€/Stück (zzgl. 10% Aufgeld) aus. Die Aktien können nur vom  Aktionärs- und engeren Freundeskreis gekauft werden.

Es handelt sich um insgesamt 213.000,00€ netto, die wir dann wieder durch stille Beteiligungen in Projekte der ökologischen Landwirtschaft investieren möchten.

  • Regionalkarte

Im Dezember haben wir unsere Regionalkarten und Bürgersterne verschickt. Nun können alle Aktionärinnen und Aktionäre unterschiedlich hohe Rabatte beim Bio Einkauf erhalten.


Eine Liste der beteiligten Unternehmen finden Sie hier
zur Ansicht. Diese Liste wird von uns ständig erweitert, so dass Sie immer sehen, bei welchen Unternehmen Sie einkaufen oder eine andere Dienstleistung erhalten können.


Auch die Rabatte sind unterschiedlich, während die Bioläden derzeit einen Rabatt von 2 – 3% gewähren, erhalten Sie beispielsweise im Restaurant Wiesenlust
5% oder im Bio Hotel Villa Orange sogar 10%.


Die Bürger AG wird weitere Unternehmen  ökologisch-nachhaltiger Wirtschaftsweise in die Liste aufnehmen und so das Netzwerk weiter vergrößern. Daher lohnt es sich ab und zu die Liste einzusehen.


Vorschau / was kommt

  • Am Sonntag, den 13. März 2016, von 11.00 – 18.00 Uhr findet die diesjährige Hausmesse von Phönix statt (Rosbach v.d.H., Bornweg 100)

In diesem Jahr möchte Phönix Ihr Augenmerk vor allem auf unsere Region richten. Im Rahmen der Sonderausstellungsfläche werden Ihnen ausschließlich regionale Anbieter vorgestellt. Darüber hinaus finden Sie an eigens aufgestellten Marktständen Frischeprodukte der Bauern aus unserer Region.

Viele Verbraucherbefragungen kommen heute zu dem Ergebnis, dass Ware aus der Region von den Verbrauchern als wichtiger angesehen werden, als Ware aus Bioanbau.

Wir sagen: Bio & Regional ist optimal!

Selbstverständlich finden Sie darüber hinaus auch wieder viele weitere überregionale Lieferanten auf der Messe. Weiter bietet Ihnen Phönix auch wieder unterschiedliche Fachvorträge an.

 


Rückschau / was war

Ergänzend zu unserer Veranstaltung vom 17.02.2016 am Dottenfeldehof möchten wir hier einen Artikel von Dr. Anita Idel veröffentlichen.

Die Kuh ist kein Klima-Killer – zu den unterschätzten Potenzialen der Beweidung für Klima, Böden und die Welternährung

Globale Landschaftsgärtner

Dottenfelderhof_VortragDurch Jahrtausende lange Beweidung entstanden die fruchtbarsten Ebenen der Welt: Prärien insbesondere im Mittleren Westen Nordamerikas, Pampas in Argentinien und Uruguay, Schwarzerdeböden in der Ukraine, Ungarn (Puszta), Rumänien (Bărăgan) und in den deutschen Tieflandsbuchten haben eine prägende Gemeinsamkeit: Sie sind Steppenböden. So erklärt sich der negativ konnotierte Begriff Versteppung als Folge nicht nachhaltiger Nutzung dieser extrem fruchtbaren Böden: Er ist Ausdruck von Bodendegradation durch Erosion – nicht nur durch nicht nachhaltige Ackernutzung, sondern zunehmend auch durch schlechtes Grünland- und Beweidungsmanagement.


Blick in die Region

Liebe Leserinnen und Leser, in dieser Rubrik stellen wir Ihnen Bauernhöfe und Bioläden aus der Region vor. Heute Bio-Rosenhof Ruf.

Bio Rosenhof Ruf, Steinfurt

Das kleine Rosendorf Steinfurth ist in Deutschland und sogar weltweit bekannt als Anbauzentrum für Rosenpflanzen. Logisch, dass hier auch die Biopioniere im Rosenanbau zu finden sind. Die 1930 gegründete Rosenschule Ruf ist seit 1995 erste Bioland-Rosenschule Deutschlands. In dem bäuerlichen Betrieb, der seit 1972 nur noch Rosen anbaute, besannen sich Sabine und Werner Ruf wieder auf die ursprüngliche Natur der Rose. Deshalb wählte auch der Betriebsinhaber der Rosenschule für sein Buch zur Rosenpflege den Titel „Die Natur der Rose“. Nur mit natürlichen Pflegemaßnahmen gedeihen hier die Königinnen des Gartens. Grundvoraussetzung in der Kultur sind robuste Sorten, welche ohne synthetische Dünger und chemischen Pflanzenschutz gedeihen können. Dadurch wurden robuste historische Sorten und Züchtungen mit Wildcharakter zum Kernsortiment, aber auch robuste Neuzüchtungen finden Eingang in die Kultur. Die Rosen werden im Paketversand geliefert oder können direkt auf der Kulturfläche im Rosenlädchen erworben werden. In der außerhalb Steinfurths gelegenen Bioland-Rosenschule teilen sich Rosen, Gärtner, Kunden und Gänse die idyllische Anlage. Im Glashaus und im Rosengarten gibt es viele gemütliche Ecken.  www.rosenschule.de

In eigener Sache

Liebe Leserinnen, liebe Leser, auch weiterhin suchen wir Menschen, die uns unterstützen, das Projekt Bürger AG erfolgreich voranzubringen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, so kann man sich an Infoständen beteiligen, uns bei Recherchen im Internet helfen, ja sogar ganze Teilprojekte übernehmen. Wenn Sie eine Herausforderung außerhalb Ihres beruflichen Umfeldes suchen, wenn auch Sie sich aktiv für die Bio-Landwirtschaft einsetzen möchten, dann sind Sie hier genau richtig. Reden können andere, wir packen an!

Ihr Team der Bürger AG

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